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Absurdistan in Turkmenistan – dTV – Xvid

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Dauer: 50:00 | Größe: 525 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: mike234

In der ehemaligen Sowjetrepublik Turkmenistan sind nicht nur Oppositionsparteien verboten, sondern auch öffentliches Rauchen, der Theaterbesuch sowie die freie Wahl der Studienfächer. Es gibt keine Pressefreiheit und auch das Internet wird streng kontrolliert. Ende der 90er Jahre ließ sich der inzwischen verstorbene Präsident, Saparmyrat Nyýazow, zum Staatsoberhaupt auf Lebenszeit ausrufen. Seitdem hat der Personenkult in Turkmenistan skurrile Formen angenommen: Überall stehen Statuen vom „Führer der Turkmenen“ und eines seiner Bücher ist Pflichtlektüre für alle Bürger. Bestandsaufnahme einer absurd anmutenden Gesellschaft. Turkmenistan ist eine ehemalige Sowjetrepublik, die sich nach dem Zusammenbruch der UdSSR auf Präsidialsystem ausrichtete. Ende 1999 ließ sich der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Saparmyrat Nyýazow, durch das Parlament zum Präsidenten auf Lebenszeit ernennen. Am Ende von Nyýazows Herrschaft waren sämtliche Oppositionsparteien verboten und die meisten Oppositionspolitiker ins Ausland geflohen. Nyýazow ließ auch Theater und Oper verbieten, ebenso das Rauchen in der Öffentlichkeit und die freie Wahl von Studienfächern. Eines seiner Bücher – die Ruhnama – bestimmte er zur offiziellen Pflichtlektüre für sein Volk. Überall wurden Statuen von ihm, seinem Vater und seiner Mutter aufgestellt. In der Hauptstadt entstanden luxuriöse Repräsentationsbauten und großzügige Plätze. Gleichzeitig reduzierte der Türkmenbasy – „Führer der Turkmenen“, wie sich Nyýazow nennen ließ – die Sozialausgaben des Staates. 2004 wurden 15.000 Krankenhausangestellte entlassen und durch Wehrpflichtige ersetzt. Nyýazow plante alle Spitäler im Land zu schließen, bis auf eines in der Hauptstadt. Nach dem Tod von Nyýazow im Dezember 2006 setzte sein Nachfolger Gurbanguly Berdimuhammedow den von Nyýazow eingeschlagenen Kurs im Großen und Ganzen fort. In der „Rangliste der Pressefreiheit 2006“ rangiert der Organisation Reporter ohne Grenzen zufolge Turkmenistan auf dem zweitletzten Platz, vor dem Schlusslicht Nordkorea. Alle inländischen Medien unterstehen der Zensur. Russischsprachige Zeitungen dürfen nicht vertrieben werden. Der einzige Internetanbieter ist die staatliche Monopolgesellschaft TurkmenTelekom. Der Film „Absurdistan in Turkmenistan“ beleuchtet die absurden und skurrilen Auswüchse des Personenkultes um den Türkmenbasy und sein Buch Ruhnama und untersucht die Verbindungen, die zwischen dem Regime und dem internationalen Wirtschaftsverkehr bestehen.

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Erstellt am 18 Mai '09, in Geschichte/Politik, Länder. Tags: , , .

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