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Winterschlacht in der DDR – dTV – Xvid

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Dauer: 45:00 | Größe: 350 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: HB

Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind die Feinde der Braunkohleindustrie der DDR – witzelte man Jahr ein, Jahr aus ob der großen Schwierigkeiten, die Strom- und Wärmeversorgung des Landes auf sichere Füße zu stellen. Aber es war nicht nur ein Witz – der Hauptfeind der DDR war wirklich der Winter. Die Schlacht an der Kohlefront war existentiell für das ganze Land. Neben der minderwertigen Braunkohle gab es keine Alternative für die Energieversorgung des Landes. Und trotz ausgefeilter Katastrophenpläne kollabierte im Winter mit einer Regelmäßigkeit die Kohleförderung in den Tagebauen. Bereits im Frühjahr wurden die Erfahrungen des vergangenen Winters ausgewertet und Maßnahmen getroffen, dass es nicht wieder so katastrophal werden sollte. Im Sommer zogen die Arbeiter- und Bauern-Inspektionen los zur ersten Kontrolle der Vorbereitungen für den Winter. Im Herbst wurden Sonderschichten gefahren, um einen gewissen Planvorsprung für den Winter in Reserve zu haben. Am Tag X im Herbst begann dann die einwöchige so genannte „Winterbereitschaft“, die Überprüfung der Ausrüstung vor dem Einbruch der Kälte. Und wie jedes Jahr versammelte sich dann im Winter die halbe DDR in der Braunkohle. Neben den Kohlekumpels standen Bauern, Soldaten, Studenten im Schlamm oder Eis. Selbst politische Häftlinge mussten in der Kohle schinden – sozusagen als Erziehungsmaßnahme. Mit Magnesiumlauge, brennendem Altöl oder umgebauten Flugzeugtriebwerken versuchte man die eingefrorene Kohle dem Tagebau abzuringen – gefährliche Unternehmungen, die nicht immer gut gingen. Jedem, der hier arbeitete, wurde suggeriert, dass er persönlich dafür verantwortlich sei, dass bei den Menschen zuhause das Licht nicht ausgeht.

Winterschlacht in der DDR
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Erstellt am 13 September '10, in DDR. Tags: , .

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