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Erdöl, Brot und Korruption – dTV – Xvid

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Dauer: 1:30:28 | Größe: 736 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: sunspots

Im Jahr 1996 gestattete die UNO dem vom Krieg zerstörten Irak, eine begrenzte Menge Öl zu verkaufen, um die seit 1990 unter dem Embargo leidende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen. Im Jahr 2004 beschrieb dann eine irakische Tageszeitung, dass im Rahmen dieser Geschäfte für zahlreiche Personen und Unternehmen Schmiergelder geflossen seien. Der Dokumentarfilm von Rémy Burkel und Denis Poncet geht diesen Vorwürfen nach. Im Rahmen des 1996 von der UNO aufgelegten Hilfsprogramms “Öl für Lebensmittel” durfte der Irak eine begrenzte Menge Erdöl unter UN-Kontrolle ausführen und vom Erlös Nahrungsmittel und Medikamente für die seit 1990 unter dem Embargo leidende Bevölkerung kaufen. Dabei flossen in knapp sieben Jahren etwa 100 Milliarden Dollar. Doch im Januar 2004 deckte eine irakische Tageszeitung einen Skandal auf. Sie veröffentlichte eine Liste von Personen und Unternehmen, die Schmiergelder aus den Mitteln des Hilfsprogramms erhalten haben sollen. Die daraufhin diskret von der UNO eingesetzte und nach ihrem Vorsitzenden Paul Volcker benannte Untersuchungskommission legte im Jahr 2005 einen aufschlussreichen Bericht vor, der circa 2.500 beschuldigte Einzelpersonen und Unternehmen aus 30 Ländern nannte. Dennoch gab es kaum Ermittlungsverfahren oder gar Prozesse. Die Filmemacher Rémy Burkel und Denis Poncet haben versucht, die einzelnen Etappen des Skandals nachzuvollziehen. In Dubai, Amman, Paris, Berlin, New York und Genf trafen sie zahlreiche direkt und indirekt Beteiligte dieses beispiellosen Ölbetrugs. Dazu zählen Botschafter, ehemalige Geheimdienstler, Journalisten, UNO-Beamte, Vermittler, Anwälte, Geschäftemacher, Politiker und irakische Ärzte. Der Film verdeutlicht, wie das Hilfsprogramm einer so mächtigen internationalen Institution wie der UNO laut Presseaussagen zur größten Korruptionsaffäre der Neuzeit werden und dennoch überall schnell wieder in Vergessenheit geraten konnte. Denis Poncet führt als Erzähler durch die Dokumentation. Er ist selten im Bild zu sehen, meistens lässt sich nur seine Silhouette erahnen. Anhand von unveröffentlichten Dokumenten, Archivmaterial, Zeugenberichten und Artikeln, die er in seinem roten Computer gesammelt und sortiert hat, setzt er Stück für Stück die Puzzleteile dieser Affäre zusammen und dokumentiert einen Skandal, der auch für die Plünderung des irakischen Volkes steht. Beherzt, neugierig und auf sehr persönliche Art richtet sich Poncet an die Zuschauer. Seine Absicht ist es, gewissermaßen “live” vor ihren Augen zu ermitteln. “Erdöl, Brot und Korruption” wird beim internationalen TV-Festival FIPA 2009 Ende Januar 2009 in Biarritz in der Kategorie “Große Reportagen und gesellschaftliche Ereignisse” gezeigt.

Erdoel.Brot.und.Korruption.Doku.German.WS.dTV.XviD-GL
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Erstellt am 5 September '09, in Geschichte/Politik, Länder, Wirtschaft. Tags: , , , .

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