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Zement gegen Südfrüchte: Die DDR und Kuba – dTV – Xvid

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Auf den ersten Blick gab es nur Gegensätze zwischen diesen beiden Ländern des real existierenden Sozialismus: hier mausgrau – dort grellbunt, hier bierernst – dort ausgelassen und lebensfroh. Eines jedoch verband Castros Kuba und Honeckers DDR über alle Jahrzehnte hinweg: die Verwaltung des Mangels. Und das mehr schlecht als recht. Ostberlin schickte klapprige Zementfabriken und sogar Rum aus zweifelhafter Destillation über den Atlantik, Havanna revanchierte sich mit Orangen, die nicht schmeckten und Arbeiterkolonnen, die den unersättlichen Planstellenhunger der DDR-Staatswirtschaft nur ansatzweise stillen konnten. Im Schatten Moskaus entstand so eine zarte Bande gegenseitiger Abhängigkeiten, nach außen selbstverständlich propagiert als „unzerbrechliche Freundschaft zweier Bruderstaaten“. Seit Fidel Castros Machtantritt im Jahr 1959 gab es bei den Genossen in Ostberlin nicht nur ein wirtschaftliches Interesse an dem exotischsten aller „Ostblock“-Staaten. Man konnte so seinem bald eingemauertem Volk zumindest auf dem Papier einen Urlaub in der Karibik in Aussicht stellen. Umgekehrt war für Castro die DDR das sozialistische „Musterländle“ im fernen Europa. Fleiß, Ordnungsinn und Know-how der Ostdeutschen beeindruckten den temperamentvollen Revolutionär. Und anders als dem sowjetischen „Herren“-Gebaren konnte auch der einfache Kubaner dem immer etwas ungelenken Auftritt der Ossis Sympathie abgewinnen. Hinter der offiziellen Propaganda wuchsen so viele menschliche Beziehungen, die oft bis heute lebendig geblieben sind.

Dauer: 43:16 | Größe: 350 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: gary

Zement gegen Südfrüchte – Die DDR und Kuba
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Erstellt am 10 Mai '09, in DDR, Geschichte/Politik. Tags: , , , .

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