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Arabesk: Gossensound und Massenpop – dTV – Xvid

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Dauer: 57:00 | Größe: 525 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: Bender

Arabesk, die Subkultur der Landflüchtlinge der 60er Jahre, ist wohl die bedeutendste popkulturelle Revolution der Türkei, seit man überhaupt von Popkultur sprechen kann. Ihr Einfluss beschränkt sich dabei nicht nur auf die Musik. Ursprünglich ist Arabesk die musikalische Subkultur der Landflüchtlinge, die in den 60er Jahren in den Slums der Istanbuler Vorstädte ein eigenes Musikgenre geschaffen haben. Arabesk ist der ultimative Ausdruck für Leiden und Schmerz, eine geballte Ladung Sehnsucht, Herzblut, Fernweh und Heimweh. Die meisten Arabesksongs seit den 60er Jahren erzählen von Entwurzelung, vom Alleinsein, dem Heimweh und Schmerz, aber auch vom Versuch, die neuen Erfahrungen mit den alten Ansichten in Einklang zu bringen. Bald war Arabesk mehr als ein musikalisches Ereignis. Es beschrieb ein neues Lebensgefühl und wurde zu einem städtischen Phänomen. Entstanden als Protestmusik, die die Lebensumstände in der als sehr lebensfeindlich empfundenen Metropole Istanbul anprangerte, schaffte Arabesk den Spagat zwischen traditioneller Folklore und moderner westlicher Musik. Ganz im Gegensatz zur starren klassischen türkischen Musik waren Arabeskmusiker experimentierfreudig und nahmen in ihre Arrangements auch westliche Instrumente auf und mischten sie mit arabischen Rhythmen. Mit dem neuen Jahrtausend sind die musikalischen Grenzen weltweit stark verwischt. Ein türkischer Popstar wie Tarkan hat sich inzwischen international einen Namen gemacht, die türkische Popsängerin Sertab Erener gewann im Jahr 2003 den Eurovision Song Contest, und der türkische Sänger Mustafa Sandal spielte im Jahr 2005 ein Duett mit dem deutschen Reggaesänger Gentleman ein: Türkischer Pop hat inzwischen auch in Deutschland ein Publikum gewonnen. Zugleich suchen junge deutsch-türkische Musiker ständig nach neuen Ausdrucksformen, die sich zwischen allen musikalischen Traditionen bewegen. In der Türkei spiegelt Arabesk bis heute Konflikte und Spannungen der Gesellschaft als Ganzes wider. Sie ist der Ausdruck der eigenen Interpretation modernen urbanen Lebens und geprägt von all den Gegensätzen, die eine Metropole wie Istanbul bietet. „Arabesk – Gossensound und Massenpop“ ist eine Dokumentation über die lebendige popkulturelle Vielfalt Istanbuls, die von keiner anderen musikalischen Gattung mehr geprägt wurde als von der Arabeskmusik. Gemeinsam mit alten und jungen, erfolgreichen wie gescheiterten Arabeskmusikern, mit DJs, Promotern, Produzenten und Avantgardekünstlern erkundet die Dokumentation die Entwicklung dieses popkulturellen Phänomens von einer subkulturellen Protestmusik zum institutionalisierten Mainstreampop der Massen.

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Erstellt am 17 April '11, in Musik.

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