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Isolation und Sinnesentzug: Sechs Versuchspersonen im Bunker – dTV – Xvid

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Dauer: 49:00 | Größe: 350 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: HB

Auf Grund seiner Erfahrungen in der jahrelangen psychologischen Betreuung ehemaliger Guantanamo-Häftlinge, wagte der britische Psychologe Ian Robbins ein Experiment, das unumstritten weit über die ethischen Grundsätze hinaus ging: Um die Auswirkungen von Isolation und Sinnesentzug bei normalen Menschen zu untersuchen, sperrte er sechs freiwillige Versuchspersonen 48 Stunden lang in winzige, schalldichte Zellen eines Bunkers und filmte sie mit Infrarotkameras. Die Hälfte der Probanden verbrachte die Zeit in völliger Dunkelheit, während die andere Hälfte Handschuhe und Brille trug und über Kopfhörer einer gleichbleibenden Beschallung ausgesetzt war, was ihre sinnliche Wahrnehmung stark beeinträchtigte. Der britische Psychologe Ian Robbins hat mit einem Tabu gebrochen: Nachdem er sich durch die psychologische Betreuung ehemaliger Guantanamo-Haeftlinge einen Namen gemacht hatte, wagte er ein Experiment, das seit mehr als 40 Jahren aus ethischen Gründen untersagt ist: Um die Auswirkungen von Isolation und Sinnesentzug bei normalen Menschen zu untersuchen, sperrte er sechs freiwillige Versuchspersonen 48 Stunden lang in winzige, schalldichte Zellen eines Bunkers und filmte sie mit Infrarotkameras. Die Hälfte der Probanden verbrachte die Zeit in völliger Dunkelheit, während die andere Hälfte Handschuhe und Brille trug und über Kopfhörer einer gleichbleibenden Beschallung ausgesetzt war, was ihre sinnliche Wahrnehmung stark beeinträchtigte. Beim Versuch traten zwei Phänomene zutage: Die meisten freiwilligen Probanden litten unter Halluzinationen. Offenbar produzierte ihr unterstimuliertes Gehirn aus Informationsmangel allmählich immer mehr Eigenwahrnehmungen, darunter Schlangen, Zebras und Flugzeuge, das Gefühl, auf feuchten Laken oder im Morast zu liegen. Am zweiten Tag begannen einige Personen, wie Käfigtiere in ihrer Zelle auf- und abzuschreiten, um trotz des wachsenden Gefühls der Bedrohung und Unsicherheit zumindest einen Schein von Aktivität und Körperkontrolle zu bewahren. Beim Verlassen des Bunkers empfanden alle Glück und Erleichterung, litten aber – glücklicherweise nur vorübergehend – an erheblicher Konzentrations- und Gedächtnisschwäche. Die Männer (seltsamerweise nicht die Frauen) waren überdies stark beeinflussbar. Die Versuchsergebnisse können die Forschung über die Auswirkungen der Haftbedingungen auf die Psyche der Gefängnisinsassen bereichern. Insbesondere die größere Beeinflussbarkeit eröffnet interessante Perspektiven für die Erklärung des Stockholmsyndroms, bei dem der Häftling oder die Geisel ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern bzw. Peinigern aufbauen.

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Erstellt am 17 Juli '10, in Menschen. Tags: , , , .

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