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Nanking 1937: Tagebuch eines Massakers – dTV – Xvid

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Dauer: 53:00 | Größe: 525 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: k124

Der Hamburger Kaufmann John Rabe gilt in China als Held. Rabe vertrat die Firma Siemens seit 1931 in Nanking und rettete in seinem Haus und Garten 600 Menschen vor Mord und Totschlag durch die japanischen Truppen, die im November und Dezember 1937 Nanking angriffen. Die Japaner waren seit 1930 auf einem Eroberungsfeldzug in China – auf der Suche nach Bodenschätzen und Land. Ihre Opfer in Nanking: 300.000 Zivilisten und Soldaten, darunter viele Kinder. Meist erlebten diese mit, wie ihre Eltern von japanischen Soldaten getötet oder missbraucht wurden, viele wurden selbst vergewaltigt – Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Einige von ihnen fanden in John Rabes Garten Schutz. Ende 1937 wurde Nanking nach mehrmonatigem Kampf eingenommen. Zu diesem Zeitpunkt beschloss eine Gruppe von westlichen Pastoren, Ärzten und Geschäftsleuten, eine internationale Sicherheitszone einzurichten. Zum Vorsitzenden dieses Komitees wählte man Rabe, der wegen seiner Nationalität und NSDAP-Mitgliedschaft (Japan und Deutschland waren verbündet) bei den japanischen Soldaten am meisten Eindruck machen konnte. Nach der Flucht der chinesischen Regierung wurde er in der Zone eine Art Bürgermeister und Polizeichef. Durch ständiges Vorsprechen bei den Japanern erreichte er, dass die Japaner das Flüchtlingsrefugium anerkannten. Auf dem Höhepunkt des Massakers fanden 250.000 Menschen Zuflucht in der Zone. Drei der Überlebenden aus Rabes Garten kommen in Raymond Leys Film “Nanking 1937, Tagebuch eines Massakers – Die Geschichte des Hamburgers John Rabe” zu Wort. Sie beschreiben John Rabe als warmherzigen Menschen, bei dem sie sich sicher fühlten. Ley zeigt Rabes Haus in Nanking, spricht mit Chinesen, die erzählen, wie sie die Morde an ihren Vätern und Müttern mit ansehen mussten. Dass das Thema bis heute in Japan unbewältigt ist, zeigen die Interviews mit den japanischen Soldaten von damals – der Film lässt auch die Täter zu Wort kommen: Die Japaner, heute Greise, berichten mit einem stolzen Unterton von Massenhinrichtungen und Missbrauch – auch an Kindern. Noch heute sorgt das Thema Nanking für große Spannungen zwischen Japanern und Chinesen, da die Japaner das Massaker von Nanking als “militärischen Zwischenfall” herunterspielen. John Rabe starb 1950 mittellos in Berlin. Dort hatte er 1938 vergeblich versucht, Hitler mit einer Dokumentation des Massakers davon zu überzeugen, sich von den Japanern loszusagen. Rabes öffentliches Eintreten war der NS-Führung unangenehm. Am 15. Mai 1938 wurde er von der Gestapo verhaftet und zum Schweigen verpflichtet. Die Tagebücher und ein Film über das Massaker wurden konfisziert. Nazi-Deutschland hatte kein Interesse daran, den Bundesgenossen Japan vor den Kopf zu stoßen. Durch die Firma Siemens erfuhr Rabe zunächst keine und dann nur sehr halbherzige Unterstützung. Nach dem Krieg beschäftigte ihn das Großunternehmen als kleinen Sachbearbeiter. Bis heute hat er seitens Siemens keine angemessene Würdigung erfahren. Anders verhielten sich chinesische Freunde. Sie schickten John Rabe bis 1949 Carepakete nach Berlin. Außerdem sammelten sie hundert Millionen chinesische Dollar (umgerechnet rund zweitausend US-Dollar), die sie nach Deutschland schickten.

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Erstellt am 24 Juli '09, in Menschen, Zweiter Weltkrieg. Tags: , , .

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