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Schrieb ich Buch nach Buch – dTV – h264

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Er war ein großer Schriftsteller, ein politischer Kopf, ein Streiter. Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist tot. Im Alter von 87 Jahren starb er am 13. April 2015 am Morgen in Lübeck. Jedes Buch von Grass war ein Verkaufserfolg. Seit Jahrzehnten war er der deutsche Literaturstar, obwohl er von der Kritik oft niederschmetternd verrissen wurde. Gleich zu Beginn seiner Laufbahn sorgte er für ein literarisches Erdbeben: Er war gerade 32 Jahre alt, als er mit seinem Romandebüt „Die Blechtrommel“ auf sich aufmerksam machte. Das Buch ist Sensation und Skandal zugleich, der Autor wurde verteufelt und bejubelt. Geschrieben und gezeichnet hat er schon in seiner Schulzeit, er wollte Künstler werden. Günter Grass ist in kleinbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen: in Danzig, wo die Eltern einen kleinen Kolonialwarenladen betrieben. Als er sich mit 15 Jahren freiwillig zur Marine meldete, war das auch ein Versuch, sich aus dem „kleinbürgerlichen Mief“ zu befreien. Lange blieb verschlossen, dass er 1944 mit 17 Jahren als Soldat in der 10. SS Panzerdivision Frundsberg in die Schlacht gezogen war. Als Günter Grass 2006 in seiner Autobiografie „Beim Häuten der Zwiebel“ erstmals öffentlich machte, dass er als Jugendlicher bei der Waffen–SS gedient hat, löste das großes Aufsehen aus. Seit Beginn des neuen Jahrhunderts beschäftigte sich Günter Grass mit seiner eigenen Geschichte. Er hat drei autobiografische Romane geschrieben; als Schriftsteller vielleicht seinen Schlusspunkt gesetzt. Im Herbst 2010 war die Buchpremiere von „Grimms Wörter“. Günter Grass nennt sein Buch „Eine Liebeserklärung“. Es ist seine Liebeserklärung an die Wörter, an sein Handwerkszeug, die deutsche Sprache. In seinem Atelier in Behlendorf arbeitete Günter Grass auch stets als bildender Künster. Hier ritzte er Geschichten mit der Stahlnadel in Kupferplatten. Vor einem halben Jahrhundert hat er „Hundejahre“ geschrieben, später entdeckte er seinen Roman als Grafiker neu, begegnete dem jungen Autor Grass und war manchmal selbst überrascht von seinen Geschichten. Der Film schaut Günter Grass über die Schulter, wie er in Berlin mit seinem Drucker Fritz Margull zusammen arbeitet oder seine Schwester Waltraut trifft. In Behlendorf und Lübeck blickt er zurück auf ein turbulentes Künstlerleben: auf seine Jahre in Paris, das Familienleben in Berlin, die Zeit an der Seite von Willy Brandt, dessen Reden er redigierte. Er spricht über Höhenpunkte und Krisen in seiner Laufbahn. Freunde wie der israelische Schriftsteller Amos Oz oder Verleger Klaus Wagenbach, die Schauspielerin Katharina Thalbach und seine Tochter Helene geben ihre Sicht auf den Menschen und Künstler Grass.

Dauer: 45:00 | Größe: 350 MB | Sprache: Deutsch | Format: h264 | Uploader: Madman

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Erstellt am 20 April '15, in Biografien, Literatur, Menschen. Tags: , , .

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