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Wüstenschiffe: Von Kamelen und Menschen – 720p HDTV – h264

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Seit rund 5.000 Jahren hat der Mensch das Kamel domestiziert. Mit dem im arabischen Raum auch „Geschenk Allahs“ genannten Lasttier durchquert er die kargen und trockenen Gebiete der Welt. In Saudi-Arabien sind Kamele so wertvoll, dass der Staat Krankenhäuser eigens für Kamele eingerichtet hat. In der Türkei sind Kamele die Publikumslieblinge bei Ringkämpfen. Und in Australien sind die verwilderten Kamele, deren Vorfahren einst der Erschließung des riesigen Outback-Territoriums dienten, zu einer regelrechten Plage geworden. Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren dieses Wegbegleiters des Menschen über drei Kontinente. In der Mongolei ist Filmemacher Georg Misch auf der Suche nach den „baktrischen“ Kamelen, den letzten echten Wildkamelen der Erde. Nur noch 400 Exemplare existieren in der Wüste Gobi, in einem Gebiet halb so groß wie Österreich. Die widerstandsfähigen und genügsamen Tiere überleben extreme Temperaturschwankungen und begnügen sich mit Salzwasser. Trotz widrigster Umstände sind Georg Misch erste Aufnahmen von „Geisterkamelen“ – wie sie auch genannt werden – in ihrem natürlichen Lebensraum gelungen. Ganz anders ist die Situation in Saudi-Arabien. In einem speziellen Krankenhaus für Kamele in Al-Hofuf kommt ausgefeilte Hightech zum Einsatz. Kranke Kamele, auch aus Nachbarländern, werden dort gratis behandelt. Wie in einem Science-Fiction-Film schweben die mächtigen Tiere von an der Decke angebrachten Schienen durch die Gänge in den OP-Saal. In der Türkei versammeln sich nahe den antiken Stätten von Ephesus bei Selçuk jährlich 20.000 Menschen, um Kamelen bei traditionellen Kamelringkämpfen zuzusehen. Bei dieser Veranstaltung treten die „Tülü“, eine Kreuzung aus arabischen und asiatischen Kamelen, gegeneinander an. Die riesigen, kämpferischen Bullen gelten als besonders wertvoll und werden von ihren Besitzern liebevoll gepflegt. Vor allem dürfen die kostbaren Tiere beim Ringen nicht zu Schaden kommen. Der Uluru – oder Ayers Rock – im Zentrum des australischen Outbacks wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von den Kolonisten mit Hilfe von Kamelen entdeckt. Später spielten die Tiere eine Schlüsselrolle beim Bau von Telegrafenleitungen, Eisenbahnen und Landstraßen. Nachdem Straßen- und Eisenbahnnetze fertig ausgebaut waren, hatte man für die Tiere keine Verwendung mehr und gab sie 1923 zum Abschuss frei. Doch einige Hundert Tiere entkamen und vermehrten sich schnell. Heute trinken circa eine Million verwilderter Kamele Wasserlöcher und sogar Schwimmbäder leer. Und von Helikoptern aus werden sie von den Verkehrswegen vertrieben. Nun lässt ein Scheich aus Saudi-Arabien die wilden Kamele mit Hubschraubern zusammentreiben und per Schiff in seine Heimat bringen. Dort kann er mit den flinksten Exemplaren bis zu drei Millionen Dollar pro Kamelrennen gewinnen. Doch die erstaunlichsten Fakten über Kamele gilt es wohl noch zu entdecken. Die Beduinen haben ihr altes Wissen bewahrt und schwören auf die Heilkraft von Kamelmilch und Kamelurin. Jetzt erforschen Wissenschafter die medizinischen Eigenschaften dieser beiden Zutaten, und ein französischer Kamelexperte der UNO widmet sich in seiner Freizeit der Kamel-Käse-Produktion, die er sogar in Europa zu vermarkten gedenkt.

Dauer: 45:00 | Größe: 1200 MB | Sprache: Deutsch | Format: h264 | Uploader: Unknown2011

Wuestenschiffe.-.Von.Kamelen.und.Menschen.GERMAN.DOKU.WS.720p.HDTV.x264-MiSFiTS
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Erstellt am 9 Oktober '13, in Tiere. Tags: .

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