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Wir sind schon mittendrin – SATRip – Xvid

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Dauer: 60:00 | Größe: 700 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: gloomer

Sie tun sich schwer mit ihrer Identität: Flo, Mathis, Stoffel und Elmar, ehemalige Schulfreunde, heute um die 30, sehen sich als Nachfolge-Generation der „Yuppies“ und suchen nach neuen Etiketten, die ihr Lebensgefühl beschreibt: „YUs“ vielleicht, „Young Unprofessionals“, schlägt Flo, 29, Biostudent vor. „Wir sind eigentlich gar nichts. Wir haben nichts, wir sind nichts, wir machen nichts. Wir sind leise, hinterlassen keine Spuren“, sagt er. Seine Freundin spricht von Kindern, von Familie. Vorher will sie noch ins Ausland, dann das Studium fertig machen. Mal sehen, es gibt viele Möglichkeiten. Eine Generation auf der Suche nach sich selbst: davon erzählt dieser Film. Seine Protagonisten sind die vier Freunde. Es sind die Kinder der 68er Generation. Sie kommen aus behüteten Verhältnissen, wurden von ihren Eltern zum Musikunterricht und zum Sportverein gebracht. Sie sollten frei von Sorgen und Ängsten aufwachsen, kritikfähige Menschen werden. Ihre Eltern wollten ihnen möglichst viele Möglichkeiten bieten. Sie sollten ihren Neigungen nachgehen dürfen und selbst herausfinden, womit sie ihr Geld verdienen wollen. Im Idealfall sollten sie ihr Hobby zum Beruf machen können. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. „Als ich vor fast einem Jahr Vater geworden bin, wurde mir schlagartig klar, dass ich noch nichts in meinem Leben erreicht hatte,“ erzählt Regisseur Elmar Szücs. „Ich blickte mich um und bei fast allen in meinem Freundeskreis sah es fast ähnlich aus: Alle waren 29 und steckten noch mitten im Studium oder fingen gerade mal wieder ein neues an. Aber alle waren irgendwie meilenweit davon entfernt, ins wirkliche Berufsleben einzutreten. Und so beschloss ich, drei alte Schulfreunde von mir nach langer Zeit wieder zu besuchen. Ich wollte herausfinden, ob es ein gemeinsames Lebensgefühl in meiner Generation gibt und wenn ja, wie sich dies beschreiben ließe…“ „Ich hab gedacht, dass ich mit 30 schon echt was gebacken gekriegt hab“, sagt Mathis, 29, der sein Trompetenstudium abgebrochen hat. „Dass ich mit 30 echt ein erwachsener Typ bin, mit Familie wahrscheinlich, und für sie sorgen kann. Das war für mich eigentlich klar – es ist alles ganz anders geworden.“ Mathis’ Beschreibung der eigenen Situation trifft auch für alle anderen Protagonisten des Films zu. Alle sind mit großen Erwartungen an das Leben gestartet und stellen nun kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag fest, wie wenig sich die Wünsche und die Träume von früher verwirklichen ließen. Jeder von ihnen hat bereits mehrere Studiengänge und Ausbildungen angefangen und dann doch wieder in ein anderes Fach gewechselt. Und das Leben fordert ständig Entscheidungen, zum Beispiel bei der Berufswahl. „Bis auf Astronaut konntest du ja alles werden,“ erzählt Flo. „Ich glaub, das Schwierige ist: wenn du alles werden kannst, hast du Angst davor, etwas zu verlieren, wenn du was machst.“ Wer bin ich? Was für ein Mensch möchte ich sein? Welchen Beruf möchte ich mein Leben lang ausüben? Das sind die Fragen, die die vier Freunde beschäftigen. „Wir sind ein bisschen planlos ins Leben reingegangen“, meint Stoffel, 29, Politikstudent. Seine Generation habe „echt so viele Möglichkeiten, dass man gar nicht weiß, was man eigentlich machen will oder was eigentlich das Richtige ist“. Die Qual der Wahl hinterlässt Spuren. Entscheiden müssen und sich doch nicht endgültig festlegen lassen: das führte zu handfesten Problemen. Stoffel hatte so starke Depressionen, dass er nicht mehr zur Uni gehen konnte. Mathis brach sein Studium ab, und auch Flo nahm psychologische Hilfe in Anspruch genommen, weil er soziale Ängste entwickelte und nicht mehr unter Menschen gehen wollten. Aber das Leben nötigt den „Young Unprofessionals“ am Ende doch wichtige Entscheidungen ab. So werden die vier ein Stück weit reifer, erwachsener. Der eine hat den Weg aus dem Drogenkonsum geschafft, der andere beginnt nun endlich eine handfeste Ausbildung. Träume gibt es immer noch, aber die vier Freunde greifen nicht mehr gleich nach den Sternen. Mathis erzählt, heute sei es ihm ziemlich egal, ob er einmal „Geschichte machen“ werde. „Ich habe gemerkt, dass es wahrscheinlich nichts wird, dass ich in die Geschichtsbücher komme“, erzählt er. „Und ich habe gemerkt, dass es auch gar nicht so wichtig ist. Dass es andere Dinge gibt, die das Leben lebenswert machen.“ Langsam fangen sie an zu begreifen, was Flos Freundin auf den Punkt bringt: „Man darf auch nicht immer nur denken: dann und dann und dann bin ich fertig, und dann fängt das richtige Leben an. Weil, wir sind ja schon mittendrin…“

Wir sind schon mittendrin
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Erstellt am 16 April '10, in Dokus, Gesellschaft, Menschen, Zukunft. Tags: , , .

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