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Haniel: Schweigen und Geld verdienen – dTV – Xvid

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Dauer: 45:00 | Größe: 350 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: snowie

14. Mai 2006. Der damalige Bundeswirtschaftsminister Michael Glos ist persönlich gekommen, um Franz Haniel zu gratulieren. Applaus der mehr als 800 Gäste, die anlässlich der 250jährigen Jubiläumsfeier der Unternehmerfamilie Haniel in das Theater in Duisburg geladen sind. Weitere Prominenz aus Politik und Wirtschaft hat sich eingefunden. „Familie hat eine Heimat, Kapital nicht“ – das sind die Worte, mit denen sich der Festredner, Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, dankbar und zugleich mahnend an die Familienvertreter des Industrieclans wendet. Lange vor Beginn der Industrialisierung wirtschaften die Haniels als erfolgreiche Händler mit Sitz in Duisburg-Ruhrort. 1756 baut dort die Familie mit königlich-preußischer Genehmigung ein Handelshaus, das auch heute noch im Mittelpunkt der Firmenzentrale steht. Mit Hilfe diverser Kniffe wie Industriespionage und einer raffinierten Heiratspolitik schaffen die Haniels, was den wenigsten deutschen Industriedynastien gelingt: Ihr Unternehmen durch eine krisengeschüttelte Epoche von 250 Jahren hindurch zu erhalten und auszubauen. Der Kolonialwarenhandel entwickelt sich zum Schwerindustriekonzern sowie Vorreiter der Industrialisierung und etabliert sich in der Nachkriegszeit zu einem breit aufgestellten Firmenimperium mit internationalen Beteiligungen. Eine beispiellose Erfolgsstory, die sich im Jubiläumsjahr 2006 eindrucksvoll in den Rekordgeschäftszahlen niederschlägt: Haniel, heute eine Holding mit sechs unabhängigen Geschäftsfeldern vornehmlich aus dem Handels- und Dienstleistungssektor und einer großen Beteiligung an der Metro, beschäftigt weltweit 58.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet bei einem Umsatz von etwa 26 Milliarden Euro im Jahr 2005 vor Steuern rund 1,3 Milliarden Euro. „Schweigen und Geld verdienen“ lautet dabei das Geheimrezept dieses Großkonzerns. Vorausschauend haben sich die Nachkommen der Gründergeneration immer mehr aus dem Geschäft zurückgezogen und erfolgreichen Managern das operative Geschäft überlassen. Die Anteilseigner, stattliche 560 Familienmitglieder, halten sich strikt im Hintergrund. Auch für die Angestellten innerhalb der Firma bleiben die Familienoberhäupter unsichtbar. „Es gab nie wirklich Einblicke in die Chefetage, die Aufsichtsratssitzungen blieben einem verschlossen“, bestätigt Frau Grothe, langjährige Mitarbeiterin in der Holding Franz Haniel & Cie GmbH. Dass die Eigner dennoch die Fäden in der Hand halten, beruht auf deren Einigkeit. Diese zu erhalten ist das Anliegen von Franz M. Haniel, derzeitiges Familienoberhaupt und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Unternehmens: „Das aktive Managen einer Familie ist genauso zu sehen wie das aktive Management eines Unternehmens. Und man muss sich darüber im Klaren sein, dass der Zusammenhalt einer Familie nicht von alleine kommt. Der will erarbeitet sein.“ Die sonst so verschwiegene Familie gewährt in dem Film von Max von Klitzing erstmals tiefe Einblicke: Während einer Eisenbahnfahrt durch das Ruhrgebiet im Rahmen der 250-Jahrfeier verraten uns junge Gesellschafter, wie ihr Clan funktioniert und was ihn zusammenhält. In eindringlichen Interviews mit den wichtigsten „Insidern“ aus Aufsichtsrat und Vorstand erfahren wir, wie die Firma Haniel es geschafft hat, über zweieinhalb Jahrhunderte die Herausforderungen der Industrialisierung, zweier Weltkriege, Nachkriegszeit und Globalisierung zu meistern, und worin die Zukunftschancen für das Unternehmen liegen. „Wir sind heute noch ein sehr stark europäisch konzentriertes Unternehmen“, so Franz Haniel, „und haben sicherlich einige Regionen in der Welt, in denen wir noch Potential haben.“

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Erstellt am 3 Mai '11, in Wirtschaft. Tags: , , .

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