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Wettlauf um die Welt: Aufbruch aus der Krise – SATRip – h264

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Dauer: 45:00 | Größe: 350 MB | Sprache: Deutsch | Format: h264 | Uploader: cp

Ende 2007 verließ der damalige „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust das Printmagazin. Seitdem produziert der (auch) ehemalige „Spiegel TV“-Macher mit eigener Firma vornehmlich TV-Dokumentationen. Zusammen mit Claus Richter, dem Chef des vielfach preisgekürten ZDF-Politmagazins „Frontal 21“, geht er immer wieder mal die großen Themen an. „Der Fall Deutschland“ hieß ein Dreiteiler im Sommer 2005, der zeigen sollte, wie der einst blühende Wirtschaftsstandort in die Krise geriet. 2007 beklagte das Duo dann gar in einem Dreiteiler die Schräglage der Republik. Der Wettlauf um (mit?) der Welt – er sei verschlafen worden. Unbeeindruckt von der weltweiten Rezession liefern die Macher nun ein Nachspiel: Der „Wettlauf um die Welt“ wird nunmehr – einteilig – als „Aufbruch aus der Krise“ interpretiert. „Aust und ich kennen uns noch aus gemeinsamen Magazinzeiten, er war damals bei ‚Panorama‘, ich bei ‚Monitor‘, erklärte Richter zu Beginn der Zusammenarbeit. „Wir haben uns nie aus den Augen verloren und bereits damals gelegentlich bei sehr kontroversen Themen zusammengearbeitet. Und dann dachten wir, dass es doch mal wieder Zeit für eine Zusammenarbeit wäre.“ Das hätte gut immer so weitergehen können, mit der Mahnung an die Tüchtigkeit der Deutschen und der Aufforderung, doch bloß die Zukunft angesichts der immer schneller um sich greifenden Globalisierung nicht zu verschlafen. Doch nun ist der „Exportweltmeister“ Deutschland eben ganz besonders betroffen, deutsche Werte helfen da nicht gar so viel. Doch so leicht lassen sich die Warner keinen Knüppel zwischen ihre Dokumentaristenbeine werfen. Eher unverdrossen schicken sie abermals ihre Symbolfregatte, das Containerschiff „Cosco Germany“ vom Stapel, das bereits im Dreiteiler von 2007 seine metaphorischen Dienste tat. Taugt die „Cosmos“ doch ebenso gut als Globalisierungssinnbild (weil von deutschen Geldgebern auf einer koreanischen Werft für eine chinesische Reederei gebaut) wie als Menetekel der Krise. Schließlich verdeutlicht nichts so sehr die Rezession wie die Not des Transportwesens, gleich, ob zu Lande oder eben auch zu Wasser. Auch die Sicht auf den Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas wirkt nicht eben neu. Dass Adidas die Produktion wie andere Textilhersteller in Billiglohnländer wie Thailand, Indien, China oder Indonesien verlagert hat, weiß man nicht erst seit gestern. Nun geht die Reise gar nach Vietnam. Die Bezahlung ist – trotz neuer „Richtlinien“ – ebenso umstritten wie die Beschäftigung Minderjähriger. Wo allerdings der „Aufbruch aus der Krise“ ausgemacht werden soll, bleibt vorerst unerfindlich. Adidas vermeldete im ersten Quartal 2009 einen drastischen Gewinneinbruch in der Krise: Der Gewinn betrug nur noch fünf Millionen Euro gegenüber 169 Millionen im Jahr zuvor. Da bleibt Aust und Richter noch viel Änderungsbedarf am TV-Textil.

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Erstellt am 30 Juli '09, in Wirtschaft. Tags: , , , .

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