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Am 15. April 1542 wird Leonardi di Ser Piero da Vinci im italienischen Vinci geboren. Die provinzielle Kleinstadt in der Toskana, damals ein bis zwei Tagesreisen von Florenz entfernt, wird Leonardos Heimat – und gibt ihm seinen Namen. Er verbringt dort seine Kindheit und Jugend. Doch schon bald wird er von der Renaissance-Hauptstadt in den Bann gezogen.
Das spätere Kuenstler-Genie ist das Ergebnis einer Affäre zwischen Ser Piero di Antonio, einem angesehenen Notar, und einem Bauernmädchen namens Caterina. Von Caterina ist nur sehr wenig bekannt. Darüber, warum eine Vermählung Ser Pieros mit der Schwangeren nicht zustande kommt, kann nur gerätselt werden. Zwei Gründe sind am wahrscheinlichsten: Caterinas ärmliche Herkunft und die Tatsache, dass Leonardos Vater bereits mit der Tochter eines reichen Florentiner Notars verlobt war.
Kindheitstrauma in Vinci:
Leonardo kommt als uneheliches Kind zur Welt und wächst bei der Familie seines Vaters auf. Ob Leonardo seine Mutter je wiedergesehen hat, ist bis heute unbekannt. Es gibt zwar einen Hinweis in einem Eintrag in Leonardos Haushaltsbuch aus dem Jahr 1493: “Caterina kam am 16. Tag des Juli 1493″. Doch ist nicht erwiesen, ob es sich tatsächlich um seine Mutter handelte. Die Trennung von Caterina ist für den kleinen Leonardo ein echtes Trauma.
Die Welt der Natur mit ihrem ganzen Reichtum prägt den Jungen aus Vinci früh. Leonardo erfährt keine klassische Bildung – aber er lernt es, genau zu beobachten. Besonders das Wasser scheint auf ihn eine nie endende Faszination auszuüben. Immer wieder wird er sich später in seinen Manuskripten mit Wasser, mit dessen Bewegung, dessen Schönheit und Gewalt beschäftigen. Leonardo zeigt früh seine künstlerische Begabung. Als Vorbild hat er nur die bescheidene Pracht der ländlichen Kirchen. Aber bald wird ihm im nahen Florenz die ganze Welt der Kunst offenstehen. Die erste Grossstadt, die Leonardo sehen wird.
Eintauchen in Florenz:
Im Atelier des beruehmten Meisters Verrocchio lernt er das Künstlerhandwerk. Wie man Farben anrührt, welche Farbstoffe man dazu benutzt, alle Fähigkeiten, die ein Künstler seiner Zeit besitzen muss. Der Junge aus Vinci lernt schnell. Schon nach wenigen Jahren, so heisst es, habe er so gut gemalt, dass sein Lehrmeister die Malerei aufgegeben habe. Die Züge des Genies werden früh sichtbar: Das erste grosse Gemälde, “Die Verkündigung”, stellt er kurz nach Abschluss seiner Ausbildung zwischen 1473 und 1475 fertig. Es zeigt einen Engel mit den Flügeln eines Vogels. Es ist ein Ausdruck seiner Naturverbundenheit – und ein Frevel gegen die Kirche seiner Zeit. Ein einzigartiges Talent hat sich gefunden. Von nun an wird Leonardo ohne Rücksichten seinen unendlich vielen Interessen nachgehen.
Menschliche Kamera:
Die Städte Norditaliens sind zur Zeit Leonardos die Zentren der modernen Welt, Florenz das Zentrum der Renaissance. Ein ideales Feld für einen scharfen Beobachter wie Leonardo da Vinci. Wie eine menschliche Kamera erfasst er alles, was um ihn geschieht. Er will die Wirklichkeit ganz und gar verstehen. Was er mit den Augen erkennt, das hält er mit den Händen fest in jedem Detail. Nie sieht man ihn auf den Strassen ohne ein Notizbuch. Dort trägt er alles ein, seine Beobachtungen, die Menschen, die er sieht, seine Ideen und Einfälle. Leonardo da Vici ist wohl einer der wissbegierigsten Menschen, der je gelebt hat. Und er ist in der Lage, alles aufzuzeichnen, was er sieht. Ohne den Aufenthalt in der inspirierenden Welt der Renaissance-Hauptstadt wäre die Karriere des Genies nicht denkbar gewesen.
Wenn Leonardo da Vinci von den Strassen der Stadt in sein Atelier zurückkehrt, trägt er seine Beobachtungen, Zeichnungen und Notizen bei sich. Mühsam versucht er, seine vielen Gedanken zu ordnen. Alles scheint ihn zu interessieren, “dim mi!” schreibt er immer wieder, “sage mir, wie es funktioniert”. Sorgsam überträgt er seine flüchtigen Skizzen in grosse Manuskripte. Satz um Satz, Frage um Frage legt er in seinen Beobachtungen nieder, auf tausenden von Seiten, in endlosen Details. Der Wunsch zu lernen, notiert er, sei allen edlen Menschen angeboren.
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Florenz ist eine der Kulturhauptstädte der Welt. Bekannte Künstler hinterließen ihre Spuren in Form von großartigen Bauwerken, Skulpturen und Bildern. Die Entstehung zahlloser Bauten der Stadt wurde dabei durch ihre Bankiers und Kaufleute gefördert. Die historische Altstadt von Florenz wurde 1982 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Die Sehenswürdigkeiten in Florenz sind nahezu unzählbar und man kann Tage – ja Wochen – in der Stadt verbringen und immer wieder Neues entdecken. Man sollte sich Zeit nehmen und sich einfach auch abseits der Touristenströme treiben lassen, um die Stimmung der Stadt in seiner ganzen Vielfalt zu erleben.
Insider: Italien – Florenz – Hauptstadt der Toskana und der Provinz Florenz
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Erstellt am 26 February '10 von admin, in Italien, Städte. Tags: Bauwerken, Bilder, Florenz, Kulturhauptstadt, Kulturhauptstädte, Künstler, Skulpturen, Toskana, UNESCO, Weltkulturerbe.

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Manche Geheimnisse liegen ganz dicht unter der Oberfläche verborgen und sind doch so gut wie unsichtbar. So wie in der Florenz, wo jahrhundertealte Mysterien sich nur aufmerksamen Beobachtern enthüllen: Die mittelitalienische Metropole war einer der wichtigsten Kristallisationspunkte der Renaissance, jener europäischen Geistesströmung des 14. bis 17. Jahrhunderts, die antike Autoren und Kunstwerke wiederentdeckte und gleichzeitig nach neuen Formen künstlerischen Ausdrucks strebte. Doch es war nicht nur eine Zeit der Innovation, sondern auch eine Periode gesellschaftlicher Verwerfungen: Führende Denker der Renaissance wurden aufgrund ihrer als ketzerisch geltenden Ansichten inhaftiert. Architekten mussten ihre Baupläne für neuartige architektonische Meisterwerke unter abenteuerlichen Umständen und an unwahrscheinlichen Orten verstecken, um sie vor Diebstahl zu schützen. Und nicht zuletzt versuchten konkurrierende Adelsparteien und Zünfte sich gegenseitig durch Spionage und sogar durch Meuchelmord zu übertrumpfen – und machten sich dabei ein dichtes Netz von Geheimgängen und verborgenen Zugängen zunutze. Heute versuchen Forscher, diese gut gehüteten Geheimnisse der Stadt Florenz zu lüften und machen dabei so manche unerwartete Entdeckung…
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Erstellt am 25 January '10 von admin, in Städte. Tags: Florenz, Metropole, Renaissance.

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Florenz – In der kleinen, italienischen Stadt stieg die Familie der Medici zu einer der mächtigsten Dynastien in Europa auf. Mit Geschick und Skrupellosigkeit kamen ihre Repräsentanten zu unvorstellbarem Reichtum und großer Macht. Die Medicis nutzten diese Möglichkeiten, um eine historische Revolution auszulösen – die Renaissance. Diese Kräfte des Wandels rissen aber auch diese mächtige Familie in den Strudel der dramatischen Ereignisse am Ende des Mittelalters.
Teil 1: DIE GEBURT DER DYNASTIE Über Jahrhunderte hatte die katholische Kirche die Gedanken der Menschen beherrscht. Mitte des 15. Jahrhunderts konnte Cosimo de’ Medici mit dem Erlös aus erfolgreichen Bankgeschäften in Florenz die Macht an sich reißen. In seinem Auftrag baute Brunelleschi die Kuppel des Doms. Neues Lernen und Denken entfaltete sich. Florenz wurde ein neues Rom. Als Cosimo starb, ernannte ihn der Stadtstaat zum „Vater der Nation“.
Teil 2: LORENZO DER PRÄCHTIGE Indem er erbitterten Angriffen von Feinden – darunter dem des Papstes – widerstand, wurde Lorenzo de’ Medici zur treibenden Kraft der Renaissance. Auch der Mord an seinem Bruder konnte ihn nicht abhalten: Florenz wurde zur kulturellen Hauptstadt der damaligen Welt. Michelangelo, Botticelli und da Vinci schufen ihre Meisterwerke. Dann die Katastrophe: Der fanatische Mönch Savonarola stürzt Florenz in einen religiösen Taumel. Lorenzo stirbt 1492, seine Familie wird aus der Stadt vertrieben. Überall brennen die „Feuer der Reinigung“.
Teil 3: DIE MEDICI PÄPSTE Während des Exils wird Giovanni de’ Medici 1952 zum Kardinal gewählt und besteigt nach dem Tod des Papstes als Leo X. selbst den Stuhl Petri. Durch den Ablasshandel – Sündenvergebung gegen Geld – bringt er in Deutschland Martin Luther gegen sich auf. Als zweiter Medici-Papst folgt Clement VII. In dieser Zeit erklärt Karl V. Rom den Krieg. 1527 ist die ewige Stadt erobert. Obwohl geschlagen, kann die Medici-Familie ihren Einfluss ausbauen. 1533 heiratet Katharina de’ Medici den Sohn des Königs von Frankreich. Als spätere Königin wird sie über Frankreich herrschen.
Teil 4: MACHT GEGEN WAHRHEIT Nach Jahren der Wirren wird Cosimo de’ Medici als Herzog von Florenz gewählt und reißt schnell alle Macht an sich. Für seine Verwaltung beauftragt er Vasari mit dem Bau der „Uffizien“. Nach Cosimos Tod wird ein junger Wissenschaftler Hauslehrer bei den Medicis: Galileo Galilei. Durch seine astronomischen Entdeckungen gerät er in die Fänge der Inquisition. Obwohl sie die kulturelle Revolution eingeleitet hatte, wollte die Medici-Dynastie die Macht der Kirche nicht brechen und verharrte auf dem Status quo. Die Flamme der Freiheit sollte aber trotzdem weiter brennen und die Welt für immer verändern.
Teil 1: DIE GEBURT DER DYNASTIE
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Teil 2: LORENZO DER PRÄCHTIGE
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Teil 3: DIE MEDICI PÄPSTE
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Teil 4: MACHT GEGEN WAHRHEIT
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Erstellt am 17 July '09 von admin, in Geschichte/Politik, Neuzeit. Tags: Botticelli, da Vinci, Florenz, Galileo Galilei, Katholische kirche, Martin Luther, Medici, Michelangelo, Renaissance.