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Thomas Edison und der elektrische Stuhl – dTV – Xvid

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Dauer: 44:57 | Größe: 349 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: Osnaker

Der Stromkrieg (engl.: war of currents) war der erste Formatkrieg der modernen industriellen Welt. Als Stromkrieg bezeichnet man einen Streit zwischen George Westinghouse und Thomas Alva Edison um 1890 um Gleich- oder Wechselspannung als geeignetere Technik für die großflächige Versorgung der Vereinigten Staaten mit elektrischer Energie. Dabei ging es im Kern um Marktanteile für ihre jeweiligen Elektrofirmen. Edisons Vorschlag beruhte auf Gleichspannung mit 110 V. Diese ließ sich jedoch nicht weit transportieren und deshalb hätte in jedem Stadtviertel ein kleines Kraftwerk stehen müssen. Edison beabsichtigte, das komplette Land auf diese Weise mit Elektrizität zu versorgen. Als George Westinghouse auf diese Pläne aufmerksam wurde, erkannte er bald die Probleme, die sich aus der Verwendung der Gleichspannung ergaben. Bei seiner Forschung fand er heraus, dass sich Wechselspannung besser für die Energieversorgung eignet. Der Vorteil der Wechselspannung besteht darin, dass sich diese mittels Transformatoren leicht auf andere Spannungsniveaus transformieren lässt. Bei höheren elektrischen Spannungen kann die elektrische Energie mit geringeren Verlusten transportiert werden. Bei Beginn der Elektrifizierung New Yorks durch Edison im Jahr 1880 mit Gleichspannung war der Transformator allerdings noch nicht erfunden. Edisons erstes Kraftwerk bestand aus Dampfmaschinendynamos in Gleichspannungstechnik mit je 27 t Gewicht und zirka 100 kW Leistung, ausreichend für zirka 1100 Glühlampen.[1] Dieses Kraftwerk konnte durch Zu- und Abschalten von Dynamos einfach gesteuert werden; die Steuerung eines in Wechselspannungstechnik ausgelegten Kraftwerks ist komplexer und war damals nicht erforscht. Es gab auch bei der geringen Leistung der Dynamos zunächst keinen Grund, diese Leistung weit zu transportieren. Ein wesentlicher Nachteil in der Entstehungszeit war jedoch, dass die Spannung von 110 V für Glühlampen besser geeignet war als zum Beispiel für Motoren. Separate Dynamos und Elektroleitungen waren für Kunden erforderlich, die höhere oder geringere Spannungen benötigten, während bei Energieversorgung in Wechselspannungstechnik nach Erfindung des Transformators nur eine Versorgungsleitung und eine Transformation beim Endabnehmer ein Vorteil war. Unter Berufung auf ihre Urheberrechte haben Hersteller damals häufig das Benutzungrecht verkaufter Glühlampen auf lizenzierte Stromnetze beschränkt. Hotels und Büros mit eigenen Dynamos wurden erfolgreich mit gerichtlichen Verfügungen auf Unterlassung der weiteren Nutzung ihrer Glühlampen belegt. Die Glühlampenhersteller sicherten sich so auch den Markt der elektrotechnischen Infrastruktur und behinderten freien Wettbewerb und Innovation. Diese Auswirkungen des Patentrechts wurden in Zeitungen der damaligen Zeit kritisch kommentiert.[2] Westinghouse konnte seinen Kunden keine komplette Lösung inklusive Stromversorgung anbieten, da er keine Patentrechte für die Produktion von Glühlampen besaß. Auch die Vermarktung von Wechselstrommotoren war durch die entstehende Energieinfrastruktur behindert. Edison sah durch George Westinghouses Ideen den Wert seiner Patente und die marktbeherrschende Stellung seiner Unternehmen gefährdet. Er zeigte Westinghouse an und versuchte den Menschen durch gewagte Experimente, bei denen er Tiere unter Zuhilfenahme von Wechselspannung tötete, zu beweisen, dass Wechselspannung gefährlicher sei als Gleichspannung. Gleichzeitig zu diesem Streit wollte man in den USA das Hinrichtungssystem verbessern; das Töten durch Erhängen sollte durch den Elektrischen Stuhl ersetzt werden. Ein Unternehmen Edisons bekam den Regierungsauftrag zur Entwicklung. Der bei Edison tätige Ingenieur Harold P. Brown setzte dazu das Wechselspannungssystem des Konkurrenten Westinghouse ein, um dieses als gefährlich zu diskreditieren. Zum Spott über Westinghouse wurde versucht, die Redensart to be westinghoused einzuführen. Westinghouse fühlte sich durch die Experimente zutiefst beleidigt, da er nicht wollte, dass jemand durch seine Forschung zu Schaden käme. Westinghouse versuchte angeblich eine Streitbeilegung. Edison soll jedoch nie auf ein Schreiben von ihm geantwortet haben. Das Schlüsselprodukt der Elektrifizierung waren Glühlampen, die Patentrechte lagen bei Edison. Kohlenfadenlampen waren nahezu die alleinigen Verbraucher elektrischer Energie in Hotels, Büros und Privathaushalten. Edison konnte über dieses Schlüsselprodukt die elektrische Infrastruktur kontrollieren, deswegen war Westinghouse an einer Einigung und einer Firmenfusion gelegen. Der Streit wurde durch den Kauf der United States Electric Lighting Co. durch Westinghouse im Jahr 1888 verschärft, da die Edison Electric Light Co. gegen dieses Unternehmen seit 1885 einen Patentprozess um die Glühlampenpatente führte, den sie in allen Gerichtsinstanzen gewann, der aber erst 1892 zum Abschluss kam. Im schwebenden Verfahren musste die Edison Electric Light Co. die Verletzung ihrer Patente hinnehmen. Edison fühlte sich durch Prozessverschleppungsstrategien und durch den Sachverhalt, dass Tesla Teile seiner Leistungen als Angestellter von ihm in Menlo Park erarbeitet hatte, von Westinghouse betrogen.

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Erstellt am 30 April '09 von , in Menschen, Technik. Tags: , , , , .

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