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Im Bordell geboren: Kinder im Rotlichtviertel von Kalkutta – DVDRip – Xvid

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Dauer: 01:23:06 | Größe: 700 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: reibe123

„Wenn ich eine Kamera in den Händen halte, bin ich glücklich. Ich denke dann, ich kann etwas lernen, ich könnte jemand sein.“ Suchitra ist 14 Jahre alt und das Kind einer Prostituierten in Kalkutta. Ihr Lebensweg schien vorgezeichnet. Sie wächst auf in einer Umwelt, in der ein Mensch nichts wert ist, und in der Gewalt, Drogen und Mord zum Alltag gehören. „Sonagachi“ heißt das Rotlichtviertel – ein rechtsfreier Raum. „Sonagachi“ heißt für alle anderen in Kalkutta, du bist nichts wert, du bist Kind einer Hure und du wirst selber eine Hure werden. Die schlimmste aller möglichen Welten Frauen sterben hier gewöhnlich in der Küche. Sie werden von ihren Zuhältern mit Benzin übergossen und angezündet – um einen Unfall mit dem Spirituskocher vorzutäuschen. Die Polizei lässt sich hier nicht blicken. In dieser schlimmsten aller möglichen Welten leben Kinder mit einer unglaublichen Fröhlichkeit, mit Herz und Verstand. Die New Yorker Fotografin Zana Briski ist 1997 eigentlich in Kalkutta, um Bilder von Frauen aus verschiedenen Kasten zu machen, als sie sich in das Gewirr der Straßen im Rotlichtbezirk verirrt. Sie will das Leben der Prostituierten mit ihrer Kamera festhalten. Dabei fallen ihr die vielen Kinder auf, die sich um sie scharen. Sie wollen wissen, was die weiße Frau da macht, und sie versuchen sich selber mit der Kamera. Fotografie als Ausweg? Zana Briski hat eine Idee. Als sie wiederkommt, hat sie für jedes der rund 20 Kinder eine kleine Billigkamera dabei. Sie zeigt ihnen, wie man auslöst, blitzt und den Ausschnitt wählt und schickt sie dann auf die Straße. Während sie wartet, denkt Briski, das war es, die Kinder werde ich nie wieder sehen – doch sie irrt. Alle kommen wieder und sind gespannt darauf, was sie geknipst haben. Die Bilder besitzen einen bestimmten Reiz. Es sind die alltäglichen Dinge des Rotlichtviertels aus der Perspektive der Kinder, Bilder welche die professionelle Fotografin nie machen könnte. Mithilfe der Kamera dokumentieren die Mädchen und Jungen nicht nur ihr Leben, sie schaffen sich mit der Zeit auch eine eigene Identität. Doch das genügt der Fotografin nicht. Sie will einen Ausweg für die Kinder suchen, sie auf eine Schule, am besten ein Internat schicken. Sie sollen raus aus diesem Sumpf von Gewalt, Leibeigenschaft und Ausbeutung. Doch keine Schule will die Kinder aus dem Stadtteil „Sonagachi“ – und wenn doch, dann sind die Anforderungen hoch: AIDS-Test, Geburtsurkunde und Lebensmittelkarten sind große Hürden, die genommen werden wollen. Werden die Kinder das schaffen? Und Briski möchte Ausstellungen mit den Bildern organisieren – in Kalkutta, wie in New York. Was zunächst als Fotoarbeit gedacht war, entwickelt sich zu einem eindrücklichen Dokumentarfilm, der das Leben in Kalkuttas Rotlichtviertel aus der Perspektive der Kinder festhält. „Im Bordell geboren“ hat 2005 den Oscar für den Besten Dokumentarfilm erhalten. Daneben erhielt er den Publikumspreis beim „Sundance Film Festival“ in Utah und wurde bei den „Los Angeles Film Critics“ als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Im Bordell geboren
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Erstellt am 4 Oktober '09 von , in Länder, Menschen. Tags: , , , , , .

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