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Mutig gegen Marx und Mielke: Die Christen und das Ende der DDR – dTV – Xvid

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Dauer: 43:00 | Größe: 350 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: HB

Als Schülerin hat Ruth Misselwitz sich geweigert, eine Strophe aus Heinrich Heines „Die schlesischen Weber“ aufzusagen: „Ein Fluch dem Gott, zu dem wir gebetet…“. Der Lehrer gab ihr eine Fünf, der Vater belohnte sie dafür mit fünf Mark. Ihr Vater war Pfarrer. 20 Jahre später ist Ruth Misselwitz selbst Pfarrerin und leitet in Berlin-Pankow einen Friedenskreis, da plant die Stasi einen Anschlag auf das Leben der streitbaren Pastorin. Christen standen mit an der Spitze der DDR-Opposition. In vier Lebensgeschichten erzählt der Film, was es bedeutet hat, als religiöser Mensch im totalitären SED-Staat zu leben. Martin und Antje Böttger, beide aus einem evangelischen Elternhaus, verstehen ihren Glauben so, dass sie Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen müssen. Sie werden in der Menschenrechtsbewegung der DDR aktiv. Christian und Erna Grade sind katholisch. Ihre Kirche rät ihnen, sich nicht in die Politik einzumischen. Christlicher Glaube könne auch im Privaten gelebt werden. Die Kirche war der einzige staatsfreie Raum in der Diktatur. Kein Wunder, dass sich die kritischen Geister unter ihrem Dach versammelten, auch wenn sie nicht gläubig waren. Weil der Staat wissen wollte, was in den oppositionellen Gruppen passierte, hat er die evangelische wie die katholische Kirche mit Spitzeln durchsetzt. Jede ihrer Regungen wurde bis ins Kleinste beobachtet. Jedoch verhindern konnte er nicht, dass im geschützten Raum der Widerstand stetig wuchs – bei den Evangelischen mehr als bei den Katholiken. Dass die DDR in ihrem 40. Jahr zusammenbrach, lag nicht nur an den Christen. Doch dass die Revolution so frei von aufständischer Gewalt blieb, ist vor allem der kirchlichen Friedensarbeit zu verdanken. Dass bei der Wende kein Blut vergossen wurde, ist das Verdienst von Menschen wie Ruth Misselwitz und Heino Falcke, wie Christian und Erna Grade oder Martin und Antje Böttger. Sie haben ihren Kindern, ihren Nachbarn und Arbeitskollegen gezeigt, dass es ein Leben ohne Duckmäusertum gibt und Widerstand gewaltlos bleiben kann – gegen die Gewehre der Staatsmacht. Antje Böttger wurde von der Schule geworfen, weil sie nicht aus der Kirche austreten wollte. Heute sagt sie, es war wichtig zu zeigen, dass sich nicht alle angepasst haben, egal ob Christen oder nicht. Aber Christen waren vielleicht mutiger.

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Erstellt am 21 Juli '10 von , in DDR. Tags: , , .

Der Pfad des Kriegers – dTV – Xvid

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Dauer: 1:27:00 | Größe: 715 MB | Sprache: Deutsch | Format: Xvid | Uploader: HB

Mit Jesus und Marx zu den Waffen: Das Doku-Porträt „Der Pfad des Kriegers“ erzählt von dem jungen Geistlichen Michael Nothdurfter, der in Lateinamerika den Guerillakrieg übte. Es ist die Geschichte einer Radikalisierung – mit vielen Parallelen zur RAF. Sachte tönt das Echo der Weltrevolution durch die gottgefällige Alpenlandschaft von Tirol. „Wir saßen mit unseren Ponchos in unseren Berghütten und hörten ‚Sandinista‘ von The Clash“, erinnert sich am Anfang die Erzählerstimme dieses ungewöhnlichen Doku-Porträts. Doch nicht jedem reichen Punkrockplatten und Nicaragua-Kaffee, um den eigenen höheren Zielen Ausdruck zu verleihen. Der junge Michael Nothdurfter, ehemaliger Jungscharführer und angehender Theologe, bricht aus dem beschaulichen Bozen in die weite Welt auf. Sein Traum, wie er ihn später in einem Brief an die besorgte Mutter formuliert, klingt selbstlos und größenwahnsinnig zugleich: „Die christliche Botschaft leben und Geschichte machen.“ Jesus und Marx sind für den zukünftigen Revoluzzer die beiden großen Leitfiguren. 1980 geht er zum Studieren nach London, zwei Jahre später wird er Jesuiten-Novize in Lateinamerika. Er lebt zwischen den Armen von Bolivien in den Slums von El Alto und leistet in den menschenunwürdigen Silberminen von Potosi Beistand. Doch das Gebet, so stellt er bald fest, kann die Ausbeutung der Dritten Welt nicht beenden. Deshalb schließt sich der Geistliche einer Guerillatruppe an und nimmt den damaligen Coca-Cola-Repräsentanten in Bolivien als Geisel. 1990 wird „Comandante Miguel“, wie man den jungen Tiroler inzwischen respektvoll in seiner Kampfeinheit nennt, von Militärs erschossen.

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Erstellt am 20 Januar '10 von , in Menschen, Moderne. Tags: , , , , , , .

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